Schwimmen im Balaton

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Schwimmende Menschen im Balaton
Schwimmspaß im Balaton

Zum Schwimmen muss man gemeinerhin nicht so viel sagen, außer dass der Balaton als Badesee so seine Besonderheiten hat: das Nordufer zeichnet sich durch steil abfallendes Ufer aus, am Südufer ist das Ufer eher seicht. Es kann am Südufer passieren, dass man hunderte von Metern ins Wasser stapfen muss, bis man Schwimmhöhe erreicht. Aber auch schon das Wasserwaten im feinen Seestrand hat seine Vorteile – die Muskelpumpe der Beine wird angeregt und es gibt eine kostenlose Lymphdrainage.

Dass der Wasserstand an vielen Stellen so niedrig ist, ist ideal für Familien mit kleinen Kindern – und natürlich für Menschen, die nicht so gut schwimmen können oder im Umgang mit Wasser etwas vorsichtig sind. Durch die Beschaffenheit – ein Binnensee – ist der Balaton unter normalen Umständen relativ ruhig und man muss nicht gegen Wellen ankämpfen, wie das beispielsweise im Meer der Fall ist. Und Quallen gibt es auch nicht. 😉

Die Wasserqualität des Balatons ist sehr gut. Jedes Jahr werden behördlich angeordnete Stichproben genommen. Die Farbe des Sees ist etwas gewöhnungsbedürftig und vor allem ungewöhnlich. Er schimmert leicht grünlich, was man auf Satellitenaufnahmen besonders gut sehen kann. Die aparte Farbe hat der See der geringen Wassertiefe und dem Zusammenspiel von Sonne und Himmel zu verdanken.

Die Wassertemperatur ist in der Saison meist etwas unter dreißig Grad, erfrieren muss also keiner. Das Wasser selbst fühlt sich seidig an, manchmal auch etwas alkalisch. Das leicht seifige Gefühl ist erst gewöhnungsbedürftig, aber nach einer Weile ist alles gut.

Sturmwarnung

Bei Sturmwarnung sollte man den Anweisungen ohne Widerworte Folge leisten. Gelbe Leuchtraketen bedeuten, dass man sich nur in Ufernähe aufhalten soll. Bei roten Leuchtraketen muss man auf dem schnellsten Weg das Wasser verlassen respektive gar nicht erst in den See gehen.

Meistens tut man auch gut daran, sich an den anderen Schwimmern zu orientieren. Wenn keiner mehr im Wasser ist – auch ohne rote Leuchtrakete – ist es wohl besser, ebenfalls das Wasser zu verlassen. Die einheimischen Badegäste können halt am besten abschätzen, ob es ungefährlich ist, zu baden oder zu schwimmen.